Übersicht Strausbergmoos

Strausberg Moos

Großer hochmontaner Moorkomplex mit ausgeprägtem Hoch- und Zwischenmoorbereichen sowie weitläufigen umgebenden Riedwiesen. Vorkommen von seltenen Glazialrelikten in Zwischenmoorschlenken (Fadenwurzel-Segge (Carex chordorrhiza) und Kleiner Wasserschlauch (Utricularia minor) sowie von Sumpfenzian (Swertia perennis) in den Riedwiesen. An den Randbereichen (Biotop 121 u. 122) alternieren Riedwiesen mit Extensivwiesen und Borstgrasrasen.

Funktion

Streuwiesen, Mähwiesen.

Erhaltungszustand und Gefährdung

Kernbereich größtenteils intakt. Von Norden her Beeinflussung durch angrenzende intensive Alpwirtschaft. Im Westen, sowie an den Randbereichen wiederholt Fichtenanpflanzungen bzw. brachliegende Abschnitte. Vor allem im Norden waren die Wiesenbereiche früher wesentlich ausgedehnter und wurden nach und nach in Fichtenstangewälder umgewandelt. Dieser Prozess ist auch heute noch nicht zum Stillstand gekommen. Im Norden wurden viele der ehm. Heustadl in Wochenendhäuser umgewandelt, die heute auf kleinen Waldlichtungen liegen. 
Heute werden Teilbereiche mit Vorkommen des Sumpfenzian (Swertia perennis) für den Erhalt der spätblühenden Art zu früh gemäht. Riedwiesen liegen z.T. (Biotope 121 u. 122) außerhalb des Naturschutzgebiets Allgäuer Hochalpen.

Ökologische Bedeutung

Wertvoller Reliktstandort, große Standortamplitude mit entsprechend breitem Artenspektrum.

Bedeutung für Landschaftserleben

Abwechslungsreiches Landschaftsbild, durch verschiedene Moortypen umgeben von blütenreichen Extensivwiesen.

Beeinträchtigungen

Streuwiesen, Mähwiesen.

Pflege- und Schutzmaßnahmen

Die Ausarbeitung eines detaillierten Pflegeplans für das Biotop, der auch Tiere und Moose betrachtet , ist dringend erforderlich.