Sumpfenzian

Streuwiesen mit Sumpfenzian

Nordöstlich des Kematsriedmooses trifft man in dessen näherer Umgebung noch weitere wertvolle Flachmoore und Streuwiesen mit bemerkenswerter Artausstattung an. Die vorliegende Fläche umfasst einen Vegetationskomplex aus Flachmoor, Hochmoor, Moorwald, Pfeifengraswiese, Hochstaudenflur und Extensivgrünland. Mit Ausnahme des südlichen Teils der Biotopfläche (im Jahr 2004 Mitte August gemäht), wird der Hauptteil vermutlich sehr spät im Jahr (Ende Oktober noch brach) gemäht bzw. er ist brachgefallen. Aufgrund der fehlenden Nutzung wird hier speziell das Pfeifengras (Molinia caerulea) (Hauptbestandsbildner, der einen Chlorophyll- und Nährstoff-Rücktransport aus den Blättern in die knollenartig verdickte Stengelbasis im Herbst durchführt) und Spätblüher wie Sumpf-Stendelwurz (Epipactis palustris) und Gewöhnlicher Teufelsabbiß (Succisa pratensis) gefördert. Als floristische Besonderheit müssen die Massenbestände des Moorenzian (Swertia perennis) gewertet werden!

Funktion

Teilbereiche werden als Streuwiese genutzt und andere sind brachgefallen.

Erhaltungszustand und Gefährdung

Guter Zustand, langfristig gefährdet durch fehlende Nutzung, welche in Teilbereichen schon heute vorhanden ist.

Ökologische Bedeutung

Die Streuwiesen, Hoch- und Flachmoore zwischen Ober- und Unterjoch sind Teil einer ökologisch hoch wertvollen Kulturlandschaft mit enormer Biotopdichte und hohen Artenzahlen. Bedingt durch den direkten Kontakt zu einzigartigen Goldhaferwiesen handelt es sich hier aus naturschutzfachlicher Sicht um eines der herausragendsten Gebiete des Landkreises und darüberhinaus der gesamten Bayerischen Alpen, auch im Hinblick einer international schutzwürdigen Gebietskulisse (FFH-Rang).

Bedeutung für Landschaftserleben

Sehr wertvolle und gut ausgestattete Feuchtflächen mit bemerkenswertem Arteninventar in landschaftlich reizvoller Umgebung.

Beeinträchtigungen

Teilbereiche werden als Streuwiese genutzt und andere sind brachgefallen.

Pflege- und Schutzmaßnahmen

Einmalige Mahd im Spätherbst.