Lesesteinmauer oberhalb Wagneritz

Lesesteinwälle oberhalb Wagneritz

Steinwälle, durchgehend in grossem Netzsystem über den westlichen Unterhang und auf der Kalkhof-Alpe. Kopfgroße Steine, Mäuerchen bis ca. 1m hoch. Werden vom Vieh nicht überschritten, oft jedoch inzwischen zusätzlich mit Stacheldraht verzäunt. Meist unbewachsen, mit Rosen, Schlehen oder einzelnen Bäumen bestanden

Funktion

Fossil, aber noch gut erkennbar am Hang

Erhaltungszustand und Gefährdung

Aktuell: keine Beeinträchtigung, latente Bedrohung: Verwaldung bei völliger Ruhe über Jahrzehnte, Vernichtung durch Feldvergrößerungen.

Ökologische Bedeutung

Standortsvielfalt wird erhöht durch offene Geröllfluren mit vielen Hohlräumen und Spalten (Kreuzotter, Hermelin, Eidechsenm Hummeln, Wildbienenarten etc), Netzsystem aus (wärmeliebenden, beerentragenden) Straucharten in direktem Kontakt zu warmen offenen Steinflächen. Kein Tritt und Abweidung, am Rand bleiben teilweise Altgras und Stauden stehen (Überwinterungshabitate Insekten). Sträuchersystem als wichtige Nahrungs- und Brutstätte vieler Vögel (Neuntöter, Steinschmätzer etc nachgewiesen)

Bedeutung für Landschaftserleben

Noch erlebbare Reste alter Landnutzung, wirken flächen-strukturierend, leider nicht mit Wanderwegen erschlossenes Gebiet

Kulturhistorische Bedeutung

Das Steine sammeln auf den Weiden diente ehemals gleichermaßen der „Weide- und Mähwiesen-Pflege“ und der Einhagung von Weideabschnitten. Früher im Alpenraum verbreitet, heute nur noch äusserst selten zu finden, kleinflächige Formen mussten der Flurbereinigung weichen.

Beeinträchtigungen

Fossil, aber noch gut erkennbar am Hang

Pflege- und Schutzmaßnahmen

Wiederbelebung der Lesestein-Anlage und Erhalts (durch sporadisches Wiederaufschichten, Erhhöhen etc)