Goldhaferwiese oberhalb Dietersberg

Bergmähder im Trettachtal

Über die steilen Hänge der Ostseite des Trettachtals und den östlichen Seitentälern zogen ursprünglich die wohl ausgedehntesten Bergmähder der Allgäuer Alpen. Sie lagen im Umfeld einiger Dauersiedlungen (Spielmannsau, Gerstruben, Unt. Taufberg-Alpe). Die Geologie dieses Gebietes wird von den Allgäuschichten geprägt. Durch die Gletscher der Eiszeit wurden übersteilte Hänge geformt, die nur durch Mahd und Schafweide genutzt werden konnten, so dass blumenreiche Bergwiesen entstanden. An den Steilhängen durchdringen zahlreiche, auch sehr seltene alpine Sippen diese Goldhaferwiesen und formen außerordentlich artenreiche Ausprägungen. Zusätzlich sind die Wiesen an den wärmebegünstigten Südhängen mit seltenen Saumarten bereichert, die nur ein geringes Verbreitungsgebiet in den bayerischen Alpen aufweisen. Herausragende Mähder befinden sich am Südhang des Kegelkopf (Gibelmähder). Hier besteht noch traditionelle Nutzung (Heuaufzug).

Funktion

Mähder, Weiden

Erhaltungszustand und Gefährdung

Nur noch wenige Restflächen. Gut erreichbare Gebiete werden intensiviert (Gülledüngung), meist beweidet. Die anderen Flächen werden aus der Nutzung genommen und verbrachen. Südseitig nur verzögerte Wiederbewaldung, wodurch die Flora vorerst erhalten bleibt.

Ökologische Bedeutung

Außergewöhnlich artenreiche Bestände mit seltenen und gefährdeten Sippen.

Bedeutung für Landschaftserleben

Blumenbunte Wiesenbestände

Kulturhistorische Bedeutung

Reste der ehemals in den Allgäuer Alpen weit verbreiteten Bergmähder.

Beeinträchtigungen

Mähder, Weiden

Pflege- und Schutzmaßnahmen

Fortführen bzw. Fördern der Mahd.