Übersicht

Herbst-Drehwurz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Extensivweide mit Orchideen oberhalb Vorderhindelang

Extensivweide, die von den Rändern her mit Adlerfarn (Pteridium aquilinum) zuwächst. Magere Abschnitte an Steilstellen sind nach Art. 13d1 des bayerischen Naturschutzgesetzes geschützte Biotope, ansonsten herrscht Extensivgrünland vor. Die mageren Abschnitte (TF 1 und 2) beherbergen mit jeweils ca. 100 Expl. das größte bekannte Vorkommen der Herbst-Drehwurz (Spiranthes spiralis) im Allgäu.

Funktion

Viehweide

Erhaltungszustand und Gefährdung

Zurzeit im Kernbereich guter Erhaltungszustand. 
An den flacheren Lagen Übergang zu Intensivweiden. An den östlichen Randlagen von TF 2 starkes Aufkommen von Adlerfarn, der eine mangelnde Alppflege und Verbrachung andeutet. Unter der starken Beschattung dieser ausläuferbildenden weideresistenten Pflanze kann sich die stark lichtbedürftige kleinwüchsige Orchidee nicht halten. 
Zukünftige Beeinträchtigungen der Alp durch den geplanten Bau eines neuen asphaltierten Alpweges. Neben lokalen Schäden durch die Baumaßnahmen ist als Folge eine Nutzungsintensivierung zu befürchten.

Beeinträchtigungen

Viehweide

Pflege- und Schutzmaßnahmen

Zum Erhalt des Bestandes sind eine Fortsetzung der extensiven Beweidung sowie eine gezielte Bekämpfung des Adlerfarns notwendig. Dazu sollte der Farn mehrfach, vor allem im Juli-August geschnitten werden, da dann die meisten Nährstoffe aus dem Rhizom in den Wedel verlagert sind. Spiranthes spiralis verträgt die Mahd laut Angaben der AHO nur bis zum 1. August. Spätere Schnitttermine können im Randbereich Extensivweide/Adlerfarn (mit potentiellen Spiranthes Vorkommen) nur vorsichtig mit dem Freischneider ausgeführt werden.